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Hallo, wie können wir Ihnen helfen?

Zukunft durch Bildung für Townshipkinder

Kids happy playing iThemba victory

Das iThemba Projekt bei Kapstadt ermöglicht Kindern aus benachteiligten Verhältnissen einen besseren Start ins Leben – mit Hilfe von Meilenspenden.

„iThemba“ heißt Hoffnung auf isiXhosa, der zweithäufigsten Muttersprache in Südafrika.

Seit 2007 bringen die Meilenspenden der Miles & More Teilnehmer:innen Hoffnung zu den Kindern in Vrygrond/Capricorn, einem sozial benachteiligten Vorort von Kapstadt. help alliance hat hier eine Vorschule (Pre School) und eine Grundschule (Primary School) erbaut, in denen bereits zahlreiche Kinder von der hervorragenden Bildung und Förderung profitieren.

 

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Miles & More und help alliance, die das Ziel hat, benachteiligte Menschen auf der ganzen Welt zu unterstützen, besteht 2021 seit 15 Jahren. Eine schöne Gelegenheit, um Ihnen Erfolge wie das iThemba Projekt vorzustellen – aber auch, um die bisherige Zusammenarbeit einmal Revue passieren zu lassen und gemeinsam in die Zukunft zu blicken.

1. Wie kam es zur Zusammenarbeit zwischen Miles & More und help alliance vor 15 Jahren?

Sebastian Riedle: Miles & More wollte dem Wunsch seiner Teilnehmer:innen entsprechen, mit Meilen Gutes zu tun, und ihr soziales Engagement unterstützen. Wir haben uns dann mit help alliance zusammengetan und das Programm „Miles to help“ gestartet. Dass das eine richtige Entscheidung war, zeigt der Erfolg der Partnerschaft: Innerhalb der letzten 15 Jahre haben unsere Teilnehmer:innen über 733 Millionen Meilen gespendet und so unter anderem ca. 35.000 Mahlzeiten und 17.000 Ranzen, Mäppchen und Schulbücher für benachteiligte junge Menschen finanziert. Darüber hinaus ermöglichten die Spenden 700 Jugendlichen eine Ausbildung, den Bau mehrerer Schulgebäude und Waisenhäuser und ca. 100 Jahresgehälter für medizinisches Personal. Das sind nur ein paar von unzähligen Beispielen, was mit den Meilen schon Wichtiges erreicht werden konnte.

2. Wie genau funktioniert denn das Meilenspenden für den guten Zweck?

Andrea Pernkopf: Das geht ganz einfach. Die Miles & More Teilnehmer:innen spenden auf Wunsch ihre Prämienmeilen. Der in Euro umgerechnete Wert der Meilen kommt dann eins zu eins unseren Projekten zugute. Das liegt uns besonders am Herzen. Die help alliance Projekte werden ehrenamtlich von Mitarbeitenden der Lufthansa Group betreut und verantwortet. Und so stellen wir sicher, dass jede einzelne Meile auch wirklich vor Ort ankommt. Aktuell werden 14 von 40 help alliance Projekten mit Meilen unterstützt.

 

Sebastian Riedle: Alle Lufthansa Group Mitarbeiter:innen werden in ihrem sozialen Engagement bestärkt und es wird ihnen die Freiheit gegeben, sich in help alliance Projekten zu engagieren. Das gilt entsprechend auch für die Miles & More Mitarbeiter:innen: Alleine im letzten Jahr waren neun Kolleg:innen in help alliance Projekten als Volontäre tätig. 

3. Eines der Projekte, das Miles & More Teilnehmer:innen mit ihren Prämienmeilen unterstützen können, ist iThemba in Kapstadt, Südafrika. Was genau konnte mit den bisher gespendeten Meilen realisiert werden? 

Andrea Pernkopf: Da muss ich etwas ausholen: iThemba, unser großes Bildungsprojekt im Township Capricorn, besteht genau genommen aus zwei Einzelprojekten. Das erste Projekt ist eine Vorschule für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren, die wir seit 2006 unterstützen. Dort erhalten die Kleinen neben frühkindlicher Bildung auch gesunde Mahlzeiten, was aufgrund der vorherrschenden Armut und Mangelernährung vor Ort essenziell für ihre Entwicklung ist. Bereits seit 2007 tragen die Meilenspenden dazu bei, drei grundlegende Bereiche in der Vorschule zu finanzieren: zu allererst eine eiweiß- und vitaminhaltige Ernährung und dann natürlich eine grundlegende Ausstattung mit Lernmaterialien und Schuluniformen sowie auch die Gehälter der Lehrkräfte.

Wir haben dann festgestellt, dass es beim Wechsel von der Vorschule in die höhere Schule häufig Probleme gab, überhaupt einen Schulplatz zu finden, oder die Kinder sehr weite Wege auf sich nehmen mussten. So entstand die Idee, direkt im Township eine Grundschule zu bauen, die nahtlos an die Vorschule anknüpft. Inzwischen haben wir sie erfolgreich eröffnet und die südafrikanische Regierung hat sie sogar als Musterschule anerkannt. Das Konzept soll nun auch auf andere Schulen ausgeweitet werden – darauf sind wir besonders stolz und es zeigt, dass wir wirklich etwas bewirken können.

Kids Class Teacher iThemba happy sitting smile

4. Und das auch zu Teilen dank der Spenden der Miles & More Teilnehmer:innen?

Andrea Pernkopf: Ja, der Bau der iThemba Grundschule wurde 2015 gestartet und läuft in mehreren Bauabschnitten. Ab 2017 haben wir einen großen Teil der Meilenspenden nutzen können, um den ersten Bauabschnitt der iThemba Primary School zu realisieren. 2018 konnten wir dann die Schule eröffnen und die ersten 105 Kinder einschulen. Im Jahr darauf folgten weitere 105 Einschulungen durch eine Erweiterung der Schule. Trotz der Corona-Pandemie folgten dann 2020 ergänzende Bauphasen. Wir freuen uns sehr, dass aktuell insgesamt 560 Kinder dort zur Schule gehen.

Kids Class Teacher iThemba happy sitting smile
girls school iThemba leaving

5. Welche Rolle spielen dabei die Spenden, die zum Geburtstag der Vielflieger:innen getätigt wurden?

Sebastian Riedle: Eine sehr große. Durch die Spendenaktion zum Geburtstag der Vielflieger:innen konnte die Erweiterung der Gebäude 2019 deutlich schneller fertiggestellt werden, was noch mehr Kindern den Zugang zu hochwertiger Grundschulbildung ermöglicht hat. Zusätzlich zu den regulären Meilenspenden wurde durch Zusatzspenden im Namen der Vielflieger:innen ein komplett neuer Schulblock mit vier Klassenzimmern und zwei Fachräumen, ein Computer Lab und ein Life Science Lab gebaut. Damit haben wir erreicht, dass die Schule nun eine Kapazität von über 700 Schulplätzen hat und dem hohen Bedarf gerecht werden kann.

girls school iThemba leaving

6. Können Sie beispielhaft den „Werdegang“ eines Kindes umreißen, das von Anfang an dabei war, und wie sich seine Situation und möglicherweise die der ganzen Familie verändert hat?

Andrea Pernkopf: Es gibt viele Beispiele. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber eine Anekdote der Projektleiterin Susanne French, die mehrmals pro Jahr selbst vor Ort ist. Sie kennt dort eine Familie mit drei Kindern. Da es anfangs bei uns im Projekt noch keine Grundschule gab, konnten die beiden Ältesten nur die Vorschule besuchen. Sie mussten auf eine andere Grundschule ausweichen, bei der der Schulweg aber deutlich länger und gefährlicher war, da die Eltern sich einen Transport häufig nicht leisten konnten. Für Susanne war diese Familie ein weiterer Ansporn für den dringend notwendigen Bau der Grundschule, um die qualitativ hochwertige Vorschulausbildung sinnvoll weiterzuführen. Die Gefahr, dass Kinder in solchen Situationen im Zweifel gar nicht mehr regelmäßig zur Schule gehen, ist sonst sehr groß.

Die jüngste Tochter der genannten Familie hatte dann schon das Glück, dass sie nach der Pre School, also der Vorschule, direkt weiter auf die neue nahegelegene Grundschule gehen konnte. Sie besucht aktuell die vierte Klasse. Mit der Schule quasi vor der Haustür hat sie einen sicheren und kurzen Schulweg. Für Familien wie ihre bedeutet das nicht nur eine finanzielle Entlastung durch den gesparten teuren Transport. Für viele der Mütter ist das auch eine Erleichterung, da sie sich gegenseitig beim Bringen und Abholen der Kinder unterstützen und dadurch flexibler arbeiten können. Die ganze Community ist stolz, eine so tolle Schule zu haben, deren Standard mit dem einer Privatschule zu vergleichen ist.

7. Welche gemeinsamen Projekte sind aktuell in Planung? Und soll die Partnerschaft ausgebaut werden?

Sebastian Riedle: Ein gemeinsames Zukunftsprojekt ist das Togo-Projekt: Mit Hilfe von Meilenspenden der Miles & More Community soll in dem westafrikanischen Staat der Bau eines Ausbildungszentrums für Jugendliche finanziert werden. Nur wenige Kinder und Jugendliche erhalten in Togo Zugang zu einer fundierten Ausbildung und ohne können sie schnell an den Rand der Gesellschaft geraten. Das wollen wir gemeinsam ändern und ihnen bessere Chancen ermöglichen. Um möglichst viele unserer Teilnehmer:innen zu aktivieren, ist es geplant, sie in den Miles & More Medien am Baufortschritt des Ausbildungszentrums teilhaben zu lassen. Sie sollen miterleben, was mit ihren Spenden erreicht werden kann.

Auch nach dem Jubiläumsjahr wollen wir in den Miles & More Medien beständig über die Projekte von help alliance informieren, um noch mehr Menschen zum Mitmachen zu animieren. Unsere Teilnehmer:innen können mit ihren Meilenspenden wirklich einen entscheidenden Beitrag leisten und benachteiligte Menschen unterstützen. Indem wir kontinuierlich von den Erfolgen und den Gesichtern dahinter berichten, schaffen wir natürlich auch Vertrauen.